Negatives MPU Gutachten: Was jetzt?

Negatives MPU Gutachten: Was jetzt?

Du hast gedacht, die MPU schaffst du doch mit links und brauchst so was wie eine Vorbereitung nicht oder bist einfach Hals über Kopf mehr oder weniger in eine MPU gestolpert und hast jetzt dein negatives Gutachten im Briefkasten? Gut, dass du jetzt hier bist. In diesem Blogbeitrag erfährst du, wie es weitergeht und was du auf jeden Fall vermeiden solltest.

Der Schreck und die Enttäuschung sind beim Erhalt des negativen Gutachtens verständlicherweise erst mal groß. Du solltest jetzt aber nichts überstürzen, die Sache kurz sacken lassen und Ruhe bewahren, wie man das am besten immer bei schlechten Nachrichten macht. Was jetzt alles bis zu deinem Neuanlauf zu tun ist, gehen wir jetzt Schritt für Schritt zusammen durch.

Als allererstes solltest du eine Sache nicht tun und zwar das negative Gutachten bei deiner Führerscheinstelle abgeben. Es gibt in Deutschland keine Pflicht, ein angefertigtes MPU-Gutachten bei einer Fahrerlaubnisbehörde vorzulegen, weshalb du das auch tunlichst vermeiden solltest. Deine Aussagen sowie die Schlussfolgerungen und Empfehlungen des Gutachters könnten deinen weiteren Weg komplizierter machen, als er sein muss, wenn diese Dinge in deiner nächsten MPU auf den Tisch kommen. Wenn du das Gutachten abgibst, ist diese Gefahr sehr groß, denn dann liegt es dem nächsten Gutachter bei der Aktenanalyse vor. Also bloß nicht abgeben!

Als Nächstes solltest du mit deiner Führerscheinstelle Kontakt aufnehmen und klären, ob du einen „Aufschub“ bekommst und die Begutachtungsstelle wechseln kannst. Manche Führerscheinstellen wollen einen Neuantrag nach negativer Begutachtung, andere sind aber für eine Fristverlängerung und erneuten Versand an eine andere Begutachtungsstelle offen. Hier kann es ein bisschen Fingerspitzengefühl brauchen, aber manche Führerscheinstellen haben auch einfach knallharte Richtlinien, von denen sie nicht abweichen. Im schlimmsten Fall musst du den Antrag zurückziehen und einen neuen Antrag stellen. Am besten klärt man natürlich im Vorfeld, was so die Optionen sind, für den Fall, dass man die Begutachtungsstelle doch wechseln will oder ein negatives Gutachten resultiert.

Falls du einen Abstinenznachweis hast, der nun verlängert werden muss, solltest du aufpassen, dass keine Lücke entsteht. Vor allem bei abgeschlossenen Abstinenzkontrollprogrammen mit Urin besteht hier das Risiko, dass nun mehrere Monate ohne Nachweis einer Abstinenz zwischen dem Beginn eines erneuten Abstinenzkontrollprogramms entstehen. Sollte der bisherige Zeitraum der Abstinenz im Prinzip ausreichend für eine positive MPU sein, solltest du versuchen, innerhalb von 4 Monaten nach Abschluss des Programms den zweiten MPU Termin zu haben, damit dein Nachweis noch Gültigkeit hat. Am besten besprichst
du das aber mit einem unserer Psychologen persönlich, um hier keine falschen Entscheidungen zu treffen.

In diesem Zuge solltest du natürlich mit einer Vorbereitung bei uns die Punkte, die zur negativen Prognose in deinem Gutachten geführt haben, durcharbeiten und eventuell mit einem neuen Konzept in die nächste MPU
gehen. Auch für organisatorische Fragen stehen dir unsere Sachbearbeiter und Kundenbetreuer voll und ganz zur Seite und unterstützen dich bei behördlichen Fragen sowie Empfehlungen über geeignete Begutachtungsstellen. Weitere Vorteile einer MPU-Vorbereitung findest du in diesem Video: Was bringt mir eine MPU Vorbereitung?

Wenn du mit deiner Führerscheinstelle den bürokratischen Teil geregelt hast, klar ist, wo deine nächste Begutachtung stattfindet und inhaltlich alle Mängel aus dem negativen Gutachten besprochen und beseitigt wurden, steht einem Neuanlauf nichts mehr im Weg. Zwar hast du den Umweg über ein negatives Erstgutachten ohne Vorbereitung gemacht, aber lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

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