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Cannabis und Blutwerte: Ein Deep Dive in die Welt der Cannabinoide

Cannabis und Blutwerte: Ein Deep Dive in die Welt der Cannabinoide

🔬 In diesem Blog wird ein umfassender Überblick über die verschiedenen Cannabinoide gegeben, die im Blut nachgewiesen werden können. Es wird erklärt, wie sich die Werte der einzelnen Cannabinoide auf den Konsum von Cannabis beziehen und welche Auswirkungen die Entkriminalisierung auf die Bluttests hat. Hier erfährst du alles, was du wissen musst. Viel Spaß beim Lesen!

Der aktive Wirkstoff THC

🌿 Der aktive Wirkstoff in Cannabis ist THC, auch bekannt als Tetrahydrocannabinol. THC entsteht, wenn Cannabisblüten erhitzt werden, und wird schnell vom Körper aufgenommen, da es fettlöslich ist. Bereits wenige Sekunden nach dem Einatmen kann THC im Blutplasma nachgewiesen werden und erreicht nach etwa 10-20 Minuten seine maximale Wirkungsdauer von 2-3 Stunden. Die hohe Lipophilie des THC sorgt jedoch auch dafür, dass es schnell wieder abgebaut wird.

🚬 Wenn Cannabis verbrannt und geraucht wird, beträgt die Bioverfügbarkeit des THC nur etwa 30%, was bedeutet, dass nur 15-50% der Cannabinoidkonzentration tatsächlich in den systemischen Kreislauf gelangen. Wenn Cannabis hingegen mit einem Vaporizer verdampft wird, ist die Bioverfügbarkeit höher und liegt bei 50-80%. Edibles, wie zum Beispiel Brownies, haben eine vergleichsweise schlechtere Bioverfügbarkeit von 5-20%, da sie durch den First-Pass-Effekt in der Leber abgebaut werden, bevor sie in den Blutkreislauf gelangen können.

⌛️ Die Konzentration von THC im Blut kann je nach Art der Anwendung, Gehalt an THC und Dosierung stark variieren. Ein THC-Blutwert von über einem Nanogramm pro Milliliter und eine vergleichsweise niedrige Konzentration von THC-Carbonsäure deuten darauf hin, dass der Konsum von Cannabis innerhalb der letzten 6-12 Stunden stattgefunden hat. Je häufiger man konsumiert, desto länger bleibt THC im Blut und desto länger dauert es, bis es vollständig abgebaut ist.

🚽 Übrigens wird etwa 80% des THC über den Stuhl ausgeschieden, wobei der Großteil davon in den ersten 4-5 Tagen nach dem Konsum erfolgt. Die Ausscheidung über den Urin ist dagegen gering. Weitere Informationen zum Abbau von THC findest du in diesem Video.

Das oft übersehene Hydroxy-THC

🔍 Neben THC gibt es noch ein weiteres Cannabinoid, das oft übersehen wird: das Hydroxy-THC. Das Hydroxy-THC ist der Hauptmetabolit von THC und wird hauptsächlich in der Leber abgebaut. Es weist auf kurzfristig vor der Blutentnahme konsumiertes Cannabis hin, sagt aber nichts über die Häufigkeit des Konsums aus.

📉 Das Hydroxy-THC wird schließlich in die inaktive THC-Carbonsäure umgewandelt. Diese Carbonsäure hat eine vergleichsweise lange Halbwertszeit und ermöglicht somit einen Blick in die Vergangenheit. Die Höhe des Carbonsäurewertes im Blut gibt Aufschluss darüber, wie intensiv der Konsum in den letzten Wochen war. Bei regelmäßigem Konsum kann die THC-Carbonsäure noch bis zu drei Monate nach dem letzten Konsum im Urin nachgewiesen werden.

⚖️ Früher wurde ein THC-Blutwert von einem Nanogramm pro Milliliter als Maßstab angesehen, um eine mögliche Gefährdung im Straßenverkehr zu bewerten. Wer diesen Grenzwert überschritt und bei dem zusätzlich gelegentlicher Cannabiskonsum nachgewiesen wurde, musste mit einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) und dem Entzug der Fahrerlaubnis rechnen.

🔐 Mit der Entkriminalisierung und den Änderungen der Fahrerlaubnisverordnung hat sich das jedoch geändert. Gelegentlicher Konsum wird nicht mehr grundsätzlich als Ausschlusskriterium angesehen. Allerdings können Metaboliten wie die THC-Carbonsäure noch über einen längeren Zeitraum im Urin nachgewiesen werden.

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In diesem Sinne, bleibt sauber, bis zum nächsten mal.